Intelligente Pflege

Pflege 4.0, E-Health, Ambient Assisted Living

 

Einleitung

Technische Unterstützungsmöglichkeiten können Pflegekräften helfen, den Alltag effektiver zu gestalten und berufliche Belastungen zu reduzieren. Derzeit machen neue Schlagworte wie "Pflege 4.0", E-Health, Smart Home, digitale Assistenz-systeme und Ambient Assisted Living (AAL) die Runde. Die etwas konkreteren Begriffe lauten: integrierte Sensorik, drahtlose Signalübertragung und Smartphone-Anbindung.

 

Es soll nicht verschwiegen werden, dass ein Mehr an Technik und Digitalisierung bei manchen Pflegebedürftigen wie auch bei manchen Pflegekräften auf Vorbehalte und Skepsis stoßen. So wird beispielsweise die Privatsphäre der Bewohner transparenter. Man muss auch offen sagen, dass trotz modernster Technik nie eine vollkommene Sicherheit gewährleistet werden kann. Offenkundig ist auch, dass die menschliche Zuwendung, die von den Pflegekräften ausgeht, niemals durch Roboter ersetzt werden kann.


Die modernen Hilfsmittel können aber dazu beitragen, den Pflegekräften mehr Raum für die menschliche Betreuung zu geben. Natürlich müssen die Pflegekräfte entsprechend informiert und trainiert werden.

 

Da mit den neuen Technologien auch zahlreiche Fragen verbunden sind, will diese Webseite ohne Anspruch auf Vollständigkeit einige ausgewählte Aspekte beleuchten. Dies geschieht vorwiegend, aber nicht ausschließlich aus dem Blickwinkel der beruflichen Pflege in Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, die Diskussion und den Dialog zwischen den unterschiedlichen Fachdisziplinen zu fördern.

Demographische Entwicklung

Aufgrund der "Ergrauung der Gesellschaft" mit einer Zunahme der älteren Bevölkerungsgruppen und damit der Pflegebedürftigen wird der ungedeckte Personalbedarf an professionellen Pflegekräften zunehmen. Daher erscheint es sinnvoll, dass bestimmte Routineaufgaben von sogenannten digitalen Assistenzsystemen übernommen werden.

Spannungsfeld

Das Verhältnis von Pflege und Technik ist nicht ohne Spannungen. Während einige Autoren vorwiegend die entlastenden, positiven Folgen intelligenter Technik in der Pflege hervorheben, gibt es auch Autoren, die vor einer "entmenschlichenden Automatisierung" warnen.

Ausblick

Mit dem technischen Fortschritt (Stichworte: Sensoren, Automatisierungstechnik, Software-Entwicklung, drahtlose Signalübertragung) steigen natürlich auch die technischen Unterstützungs-Möglichkeiten, die zukünftig ihren Stellenwert in der professionellen Pflege finden werden.